Das Recht auf regelmäßigen Umgang mit dem Kind

Wenn nach der Scheidung nur ein Elternteil das Sorgerecht für das gemeinsame Kind hat, hat der andere Elternteil nur wenig Einfluss auf die Entscheidungen des täglichen Lebens für das Kind. So kann der Nichtsorgeberechtigte nicht bestimmen, auf welche Schule das Kind geht oder wie viel Taschengeld es bekommt. Solche grundlegenden Entscheidungen stehen immer nur dem Sorgeberechtigten zu. Der Sorgeberechtigte trägt die volle Verantwortung für das Kind.

Es verbleibt aber in jedem Fall ein Recht auf Umgang mit dem Kind. Der Gesetzgeber und die Rechtsprechung räumen diesem Recht einen sehr hohen Stellenwert ein. Auch ein Vater, der nicht mit der Mutter verheiratet ist, hat grundsätzlich ein Recht auf Umgang mit dem Kind. Dies hat das Bundesverfassungsgericht klar gestellt.

 Was bedeutet Umgangsrecht?

Trennen sich die Eltern verbleibt das Kind bei einem Elternteil. Der andere Elternteil hat ein Recht auf Umgang, das heißt er hat das Recht, das Kind zu besuchen, es zu sich zu holen und über das Kind informiert zu werden. Diese Rechte sind vor Gericht einklagbar und dann auch – notfalls mit Zwang – durchsetzbar. Das Umgangsrecht muss aber genau geregelt werden, z. B. muss eine genaue Uhrzeit und ein regelmäßiger Termin mit dem anderen Elternteil abgemacht werden, zu dem das Kind abgeholt wird. Wer das Kind bringt und wer es abholt, sind häufige Streitpunkte zwischen den Eltern. Wer zahlt die Fahrtkosten? Welche Feiertage stehen dem Vater und welche der Mutter zu? Was ist mit den Ferien? Solche Fragen klärt man am besten vorher ganz genau, damit es nicht zum Streit kommt. Je genauer die Regelung zwischen den Beteiligten, desto weniger besteht Raum für spätere Konflikte.

 

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